Vergleichen

Bitvavo vs Finst: das niederländische Duell

Zwei niederländische, AFM-regulierte Spot-Börsen im direkten Vergleich — wer gewinnt bei Kosten, Sicherheit und Angebot?

Einführung

Bitvavo und Finst sind beide niederländische Anbieter mit MiCAR-Lizenz über die AFM, beide Spot-only und beide auf Euro-Nutzer ausgerichtet. Trotzdem gibt es relevante Unterschiede bei Fees, Nebenkosten und Sicherheit. Stand: Juli 2026.

Direkter Vergleich

BitvavoFinst
LizenzMiCAR (AFM, Niederlande)MiCAR (AFM, Niederlande, erteilt Juli 2025)
Spot-Fees (Maker/Taker)0,15% / 0,25% (EUR-Paare); USDC-Paare 0,05 % Fee + ±0,11 % Spread-Aufschlag0,15% / 0,15% (flach, alle Volumina)
AngebotSpot-Krypto, breites AngebotSpot-Krypto, 340+ Assets, ausschließlich EUR-Paare
Proof of ReservesQuartalsattestierungKeine
Hack-/VerlusthistorieGenesis-Exposure (2022), Kunden entschädigtKeine Vorfälle
Börsen-Score5,3 / 106,0 / 10

Kosten

Die Strukturen unterscheiden sich: Finst berechnet flache 0,15 % für Maker und Taker; Bitvavo 0,15 % Maker / 0,25 % Taker auf EUR-Paare. Als Taker bist du bei Finst günstiger (0,15 % vs 0,25 %); der Maker-Einstieg ist gleich, aber Bitvavos Maker-Tarif sinkt pro Volumen-Tier. Achte bei Finst allerdings auf die Auszahlungsgebühren (Withdrawal Fees), die den Vorteil bei kleinen Beträgen auffressen können — das benennen wir auch im Finst-Profil. Finst hält es flach und vorhersehbar; bei Bitvavo lohnt sich die Wahl des Ordertyps.

Sicherheit und Aufsicht

Gleiche Aufsichtsbehörde, anderer Track Record. Finst hat keine Vorfälle, veröffentlicht aber auch keine Proof-of-Reserves-Attestierungen. Bitvavo veröffentlicht zwar Quartals-PoR, trägt aber den Genesis-Verlust aus 2022 in unserer Sicherheits-Säule mit (Kunden wurden entschädigt). Unterm Strich schneidet Finst hier besser ab — eine saubere Historie wiegt in unserer Methodik schwerer als die Attestierungsfrequenz.

Produkte

Beide sind Spot-only; Derivate oder Aktien findest du bei keiner der beiden. Finst listet ausschließlich EUR-Paare; Bitvavo hat ein breiteres Angebot an Handelspaaren. Wer irgendwann Perpetuals oder Aktien will, schaut auf Anbieter mit MiFID II — siehe den Perpetuals-Vergleich.

Die Scores erklärt

Finst erreicht 6,0, Bitvavo 5,3. Finst gewinnt bei der Sicherheit (keine Verlusthistorie); Bitvavo gewinnt bei der PoR-Transparenz, verliert diesen Vorteil aber durch den Genesis-Verlust. Vollständiger Aufbau pro Säule: Methodik.

Für wen ist welche?

Finst für alle, die die niedrigste flache Fee und eine saubere Historie wollen und mit EUR-Paaren auskommen. Bitvavo für alle, denen ein breiteres Angebot und PoR-Berichte wichtiger sind. Handelst du größeres Volumen, vergleiche auch über die Niederlande hinaus — das Vergleichstool stellt alles übersichtlich zusammen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Finst günstiger als Bitvavo?

Das hängt von deinem Ordertyp ab: Als Taker ist Finst günstiger (0,15 % vs 0,25 %); der Maker-Einstieg ist gleich (0,15 %), aber bei Volumen sinkt Bitvavos Maker-Tarif. Bei kleinen Beträgen können Finsts Auszahlungsgebühren das Bild weiter kippen.

Ist Finst zuverlässig?

Finst hat eine MiCAR-Lizenz der AFM (Juli 2025), keine Vorfallhistorie und EU-Passporting in 30 Länder. Was fehlt, sind Proof-of-Reserves-Attestierungen — das zählt in unserem Score von 6,0 mit.

Warum schneidet Bitvavo schlechter ab als Finst?

Vor allem wegen der Sicherheits-Säule: Der Genesis-Verlust aus 2022 zählt mit, unabhängig von der Entschädigung. Bei Kosten und PoR-Transparenz nehmen sie sich wenig.